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Ich bin der Telefonmann

Als ich grad heim ins Reich kehrte, klingelte, wie so selten mein Joghurtbechertelefon:
"Hallo, ich darf sie beglückwünschen! Sie sind einer von nur 82.000.000 Menschen in Deutschland, die wir aufgrund eines Senders im Bereich ihres Anus als potenziellen Gewinner des Bernsteinzimmers ausmachen konnten, ist das nicht toll?"
Toll? Ich fühlte mich nie besser! Leider konnte ich das Angebot der netten Telefonstimme nicht annehmen, da ich orthodoxer Diabetiker bin und stark darunter zu leiden habe, wenn mir jemand soviel Zucker in den Hintern bläst. Daher lehnte ich in dem Wissen, nie mehr glücklich zu werden dankend ab, worauf die Gegenseite das Telefonat ohne ein weiteres Wort einfach beendete. Keine 30sek. später klingelte erneut die bell´sche Erfindung und erkohr mich zum potenziell, erfolgreichsten Lottogewinner seit Erfindung der katholischen Kirche.
Warum soll ich mich über sowas eigentlich aufregen?
Im Gegenteil, ein sozialer Außenseiter wie ich freut sich doch ein Loch in den Arsch, wenn er nach stundenlanger Isolation und menschlicher Kälte von sanften Stimmen dicker Hausfrauen freundlich Umsorgt werden, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie einem ein Angebot machen wollen, welches man unter keinem Umständen ablehnen könnte.
Vielmehr sollten genervte Angerufene doch damit beginnen, diesen Service für ihre Zwecke zu verwenden.

Beispiel: Telefonsex, garantiert die billigste Nummer Deutschlands!
Man wird angerufen und befragt die Damen, was sie unter ihrem Headset tragen. Oft gehen diese aufgrund grösster, anzunehmender, sexueller Frustration (GASF) auch noch auf fantasievollen Angebote der Penetratoren ein und beschimpfen auf sehr verlockende Art. Vorsicht sei jedoch geboten. In den schlimmsten Fällen kann mehr daraus werden und sie haben plötzlich die dicke Telefonschlampe daheim auf dem Sofa.

oder

Telefonseelsorge. Lernen sie Menschen kennen, die noch heruntergekommener als sie selbst sind. Sowas baut tatsächlich auf. Jedoch sollte man auch hier sehr vorsichtig sein. Es kommt letztlich darauf an, dass man selbst nicht der grösste Abschaum ist, den, wo es jemals gegeben hat auf die Welt drauf, du Arsch.

Ich genieße diese Anrufe jedenfalls ungemein und gebe deshalb sehr gerne ein riesiges Stück meiner persönlichen Freiheit auf, um weiterhin belästigt oder von multinationalen Konzernen erpresst zu werden, im Namen der Sicheheit und der sozialen Marktwirtschaft. Ich weiss genau, irgendwann werden diese Lottotelefonangestellten auch bei Osama Bin Laden anrufen und ihm ein sinnloses Lottopaket verkaufen, bei dem er sämtliche Kohle verliert, die er für terroristische Arschbomben gespart hat.

Bis es soweit ist, arbeite ich fleißig daran mit, gerne und oft am Telefon belästigt zu werden. Oh, es klingelt schon wieder.....
26.4.07 13:26
 


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