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Blogwurst mit Senf

Es ist mal wieder soweit. Man schlendert in sommerlicher Abenddämmerung durch die Strassen und erschnuppert nicht nur an Studiwohnheimen die Geruchsmarke auf einem Rost erhitzen Fleischereien. Die Grillsaison ist endgültig eröffnet und man ist immer wieder gerne: Zu Gast bei Freunden. Fast jeden Balkon schmückt bereits ein flotter Grill-o-mat.
Jeden Balkon?
Nein, ein kleiner Balkon mitten in Bielefeld (meiner) wehrt sich immernoch gegen die voranschreitende Grillisierung. Warum eigentlich?
In meinem bisherigen Leben nutzte ich fast alle Örtlichkeiten, egal zu welchen Jahreszeiten auch immer, um Metzgereiabfällein Kunstdarm gepresst auf einem "Landmann" o.ä. zuzubereiten.
Es waren tolle Zeiten, die Sommer hatten noch Badehosentauglichkeit und die Winter luden zum Schlittengrillen ein.

Wird es nie mehr so sein? Ist das Ende nah?

Nein. Ich sage entschieden nein und greife zum Telefon, um Freunden in der geliebten Heimat schonmal mitzutelen: "Schmeißt eure Griill-os an, ich kehre Heim ins Reich der Bratmaximiliane und blutige Steaks werden meinen Weg säumen!"

Situationen, wie das "Grillieren", wie der Schweizer es nennt, gehören einfach zu solchen Zeitabschnitten, die man nicht aufgrund von Verpemperung an sich vorrüberziehen lassen sollte. Man muss das Fleisch wenden, solange es noch heiß ist und sollte keinesfalls zu früh seine Kohlen aus dem Feuer holen. Gut ist, was Glut ist. Die World Barbecue Association hat mich wieder. Ich werde meinen Spezialgürtel wieder mit Senf und Soßen füllen, die Grillzange entsichern und ein Pilzbier öffnen.

Juhu!

Falls es jedoch schlechtes Wetter geben sollte, hab ich doch nicht so Bock auf Wurst mit Senf.
18.4.07 22:17
 


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